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von Eberhard Arnold, Klaus Wirth und Hartmut Gocht
Die Voraussetzungen im Stadion der "Deutsch-Sowjetischen Freundschaft" waren insgesamt recht bescheiden: Vier Rundbahnen (2 m zu kurz), fünf 100-Meter-Bahnen jeweils in recht mäßigem Zustand, eine Art Kugelstoßring ohne Betonboden, primitive Weitsprunggruben, eine vergammelte Wellblechhütte für Geräte und Paul Schumann, der damalige Platzwart. Umziehen und Duschen ermöglichte uns dankenswerterweise das IfL, immerhin bis zum 20.5.1967, dem Einzug in die neuen Räumlichkeiten des Stadions.
Mit großem Einsatz aller Mitglieder wurden in freiwilligen Stunden (NAW und VMI) ständig Verbesserungen vorgenommen, wie z. B. der Umbau der Rundbahn auf 400 m, Schaffung der sechs Sprintbahnen, Kugel- und Diskusring, Stabhochsprunganlage, Weitsprung mit Anlaufeinfassung bis 1965. Auch die jetzigen Geräteräume wurden von den Leichtathleten selbst errichtet. Dass die Vorbereitung von Veranstaltungen bis vor 3 Jahren fast ausschließlich durch die Aktiven der Sektion vorgenommen wurde, war selbstverständlich. Erst ab 1993 gab es etwas mehr Unterstützung durch das Platzpersonal. Bereits 1963 wurde auf Grund der Gesamtbelastung des Stadions an die Stadt der Wunsch zur Schaffung einer Nebenanlage angetragen. 1971/72 erfolgte endlich die Rekonstruktion auf acht 100-Meter-Bahnen und 6 Rundbahnen, die Einrichtung ordentlicher Tribünen, einer Sprecherkabine, einer kleinen Tribünenüberdachung und bald darauf der Einbau der ersten Kunststoffanläufe für Hoch- und Weitsprung.
Bis etwa 1956 bestand bei der BSG Motor Radebeul West eine Sektion Leichtathletik. 1959 gab es eine allgemeine Sportgruppe beim damaligen VEB Energiebau Radebeul, angeleitet durch Eberhard Arnold, einem Mittelstreckler und Hürdenläufer des SC Einheit Dresden. Aufgrund verschiedener Anregungen und Anfragen gab es am 1.2.1960 die "historische" Leitungssitzung bei der BSG Einheit Radebeul mit Vertretern der anderen Radebeuler BSGen, der Stadt sowie interessierten Sportlehrern. Die Gründung einer Sektion Leichtathletik unter der Leitung von Eberhard Arnold wurde beschlossen.
Ein Häuflein von sieben Aktiven begann daraufhin mit einem regelmäßigen Training. Zu nennen wären hier Peter Bechstedt, Günther Mildner und Edith Schreyer (verheiratete Arnold). Erstaunlich schnell entwickelte sich die Sektion. Vier eigene Veranstaltungen wurden durchgeführt, davon bereits die erste DDR-offene Veranstaltung. An mehr als 30 Sportwettkämpfen nahmen Radebeuler Aktive teil, 14 starteten bereits am 1.5.1960 in Ottendorf, 22 waren es zu den Kreismeisterschaften in Radebeul, bei denen es die ersten 13 Kreistitel gab.
Die ersten Starts bei Bezirksmeisterschaften brachten mit Edith Schreyers 3. Platz über 400 m die erste und einzige Medaille im 1. Wettkampfjahr. Zum Ende des ersten Jahres hatte die Sektion bereits stattliche 35 Mitglieder. Die besten Leistungen des Jahres kamen auf das Konto von Eberhard Arnold (400 m in 51,8 s, Weit 6,10 m), Dieter Clauß (800 m in 1:59,2 min), Inge Flechsig (100 m in 13,8 s, Kugel 8,41 m), Edith Arnold (400 m in 64 s, Weit 4,42 m), Bei der Jugend Klaus-Jürgen Hempel (100 m in 12,9 s, Weit 5,66 m), Dietmar Schulze (100 m in 12 s, Kugel 10,10 m), Karin Witing (500 m in 1:34,1 min). Nennenswert weiterhin Klaus Woldmann, H.-Herbert Kutsch, Peter Obenaus, Dietmar Merkel, Reiner Gebauer, Michael Hartwig, Andreas Schorlepp.
