1963 bis 1966 Der Höhenflug mit DDR-Jugendmeistern

Der Höhenflug (1963-1966)

Die Erfolge dieser Jahrgänge brachten unserer Sektion eine regelrechte Euphorie und hoben sie in die Spitzengruppe der Vereine des Bezirkes. 48 Bezirksmeistertitel und 36 weitere Medaillen waren die überragende Bilanz. Dass bei den Titeln insgesamt 13 Staffeln beteiligt waren, spricht für die große Breite in den verschiedenen Altersklassen.
Die größten Medaillenhamster dieser Jahre waren Gerold Hübsch mit insgesamt 13 Titeln (davon 7 Mannschafts- und Staffelerfolge) und Dietmar Ullrich mit 11 (2 Staffelerfolge) sowie Renate Hoyer mit 7 und Marita Hanf mit 6.

Mit 3 Titeln folgten Ulrike Stelzer (später Sperschneider), Klaus Berger und Achim Krumbiegel. Mit zwei Titeln waren beteiligt: Frank Müller, Hartmut Gocht, Manfred Ball, H.-Jürgen Zschaler und Sabine Kunath. Je einmal gewannen Eberhard Arnold, Monika Scheibe, Gisela Augustin, Ursula Danielak und Karin Balzer. Auf die meisten zweiten und dritten Plätze kamen Edith Arnold (7), Marita Hanf (6) und Ulrike Stelzer (5).
Seit der Gründung der Sektion konnten damit bisher 59 Bezirksmeistertitel erkämpft werden.

1963: siegreiche B-Jugend-Staffel
1963: siegreiche B-Jugend-Staffel
 

Aber nicht nur bei Bezirksmeisterschaften konnten Erfolge verzeichnet werden, auch bei DDR-Meisterschaften gab es in diesem Zeitraum fast 100 Starts.
Der 28.04.1963 ging mit dem ersten DDR-Meistertitel für unsere Farben in die Geschichte ein. Klaus Berger (7. Platz), Achim Krumbiegel (15. Platz) und Gerold Hübsch (24. Platz) erkämpften bei den Waldlauf­meisterschaften gegen die Clubs der DDR sensationell den Mannschaft­ssieg bei der mJB.

Darüber hinaus belegte Renate Hoyer (wJB) einen hervorragenden 4. Platz. Selbst die Frauenmannschaft mit Marita Hanf, Christa Sahling und Edith Arnold überraschte mit einem 6. Platz.
Im gleichen Jahr schaffte Renate Hoyer das Kunststück, ebenfalls den DDR-Meistertitel zu erkämpfen und dazu noch den DDR-Rekord über 500m auf 1:18,6min zu verbessern. Bei der MJA wird Dietmar Ullrich sechster im Hochsprung mit 1,73m und achter im Weitsprung mit 6,32m. Die 3x500m-Staffel der wJB mit Ursula Danielak, Sabine Kunath und Renate Hoyer überraschte mit einem hervorragenden zweiten Platz. Hanno Mählig, Gerold Hübsch und Klaus Berger wurden sechste über 3x1000m der mJB.

1964: Hochsprung Dietmar Ullrich
1964: Hochsprung Dietmar Ullrich
 

1964 gelang es Gerold Hübsch (mJB) über 1000m in 2:37,4min. den dritten DDR-Titel nach Radebeul zu holen. Auf 5. Plätze brachten es Ulrike Stelzer im Hochsprung der Juniorinnen und Dietmar Ullrich (mJA) über 110m Hürden in 15,2s. Gerold Hübsch errang bei den Crossmeisterschaften über 2000m einen tollen 2. Platz.
Die Crossmeisterschaften 1965 waren gleichfalls recht erfolgreich. Bei der mJA schafften Hartmut Gocht (7. Platz), Gerold Hübsch und Manfred Ball einen hervorragenden dritten Platz. Frank Müller bei den Junioren und die Frauenmannschaft mit Renate Hoyer, Marita Hanf und Edith Arnold überraschten uns mit fünften Plätzen. Die Juniorenstaffel über 4x400m mit Frank Müller, Dietmar Ullrich, Klaus Berger und Roland Rabeneck wurde sechste. Bei der Mannschaftsmeisterschaft qualifizierten sich Edith Arnold, Ulrike Stelzer, Marita Horn und Renate Hoyer für die DDR-Endrunde und belegten dort einen ausgezeichneten vierten Platz.
1966 gab es weniger vordere Plätze im DDR-Maßstab, lediglich Gerold Hübsch war es wieder, der mit 1:57,0min Vizemeister bei der ersten Zentralen Kinder- und Jugendspartakiade der DDR wurde. Dafür ist es nahezu sensationell, dass ein gutes Dutzend Aktive die Qualifikation zu diesem Großereignis durch ihre Erfolge bei der Bezirksspartakiade erringen konnten: neben Gerold Hübsch sind dies Hans-Jürgen Zschaler, Klaus Hündel, Bernd Wackwitz, Manfred Ball, Frank Müller, Klaus Berger, Dietmar Ullrich, Bernd Dubrau, Wolfgang Schacht, Annette Mählert, Monika Scheibe und Angelika Wolf. Durch die zunehmende Dominanz der Kinder- und Jugendsportschulen (KJS) konnte diese Breite in der Folgezeit nie wieder erreicht werden.

Die Mitgliederzahl pendelt sich zwischen 90 und 100 ein. Natürlich braucht eine solche Sektion eine arbeitsfähige Leitung. An der Spitze weiterhin Eberhard Arnold, der sich vor allem für die Trainings- und Wettkampfbetreuung einsetzte. Dazu kamen Sportfreunde wie Reiner Schulze, Michael Kunze, Dieter Clauß, Norbert Tischer, Werner Stopperka und Volker Liehr, die in den verschiedensten Bereichen tätig wurden.

Alljährlich wurden 10 bis 12 eigene Veranstaltungen durchgeführt, die sich steigender Beliebtheit erfreuen auch über den Bezirk hinaus.
Welch tolle Leistungen in diesen Jahren erzielt wurden, soll hier kurz dargestellt werden.
Bei den Erwachsenen: Dietmar Ullrich (100m 11,4s, 200m 23,4s, Weit 6,87m, Klaus-Jürgen Hempel (100m 11,6s, Stabhoch 2,70m), Eberhard Arnold (110m Hürden 16,0s, 400m 51,9s), Frank Müller (800m 1:56,9min, 1500m 4:01,8min), Werner Stopperka (5000m 15.39,4min, 1500m 4:06,6min), Michael Kunze (10000m 32:44,4min), Peter Bechstedt (110m Hürden 17,4s, Dreisprung 11,92m), Udo Zaunick (Drei 13,08m, Speer 47,82m), Siegfried Reinhard (Kugel 12,82m), Edith Arnold (100m 13,1s, 400m 62,3s, Weit 4,99m), Renate Hoyer (400m 61,2s, Weit 4,97m), Marita Hanf (800m 2:26,8min), Ulrike Stelzer (Hoch 1,53m, Kugel 10,45m), Karin Witing (400m 64,5s).

1966: Fahrt zur Zentralen Spartakiade nach Berlin
1966: 4x400m-A-Jugend-Staffel
1966: 4x400m-A-Jugend-Staffel
1966: Fahrt zur Zentralen Spartakiade nach Berlin

Und bei der Jugend- ohne Angabe A-Jugend: Dietmar Ullrich (100m 11,4s, 110m Hürden 15,7s, Hoch 1,81m mJB, Weit 6,78), Gerold Hübsch (400m 52,8s mJB, 800m 1:57,0min, 1000m 2:37,3min mJB), Manfred Ball (800m 2:03,5min) H.-Jürgen Zschaler (400m 53,6s), Hartmut Gocht (1500m 4:08,7min, 3000m 9:12,4min), Klaus Berger (800m 2:04,8min, 1000m 2:46,2min mJB), Frank Müller (1500m 4:08,7min, 3000m 9:14,6min), Klaus Händel (Weit 6,12m), Reiner Herzschuch (Stab 2,80m), Wolfgang Schacht (1000m 2:43,9min mJB, 1500m 4:20,9min mJB), Dietmar Kunze (1500m 4:41,2min mJB), Bernd Dubrau (Weit 6,00m mJB, Stab 2,80m mJB), Tassilo Zollfrank (Kugel 12,75m mJB), Achim Montag (Diskus 30,68m mJB), Renate Hoyer (100m 13,0s, Weit 5,07m, 500m 1:18,0min wJB-DDR-Rekord), Petra Stelzner (100m 13,1s, 200m 27,2s) Monika Scheibe (100m 13,3s, 200m 27,2s, 400m 63,2s), Sabine Kunath (100m 13,5s, 500m 1:20,0min wJB), Regina Gärtner (Kugel 10,09m, Diskus 29,60m), Hilde Hofmann (Speer 28,61m).

Ein Großteil dieser Leistungen - vor allem die Läufe- hätten in den aktuellen sächsischen Bestenlisten zum Teil hervorragende Platzierungen.
 


Eberhard Arnold (Text, Bilder, Tabellen)
Klaus Händel (Redaktion, Text, Bilder)
Alexander Straub (Web-Layout, Bilder)

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